Warum tri-train
Es gibt genug Trainingsplattformen. TrainingPeaks, Strava Premium, Garmin Connect, intervals.icu — alle können Aktivitäten sammeln und Kurven zeichnen. tri-train ist entstanden, weil bei diesen Werkzeugen fünf Dinge fehlten, die im Alltag zählen.
Diese Seite sagt, wofür tri-train steht und wo die Grenzen liegen. Sie enthält keine Versprechen über künftige Funktionen. Was hier steht, ist entweder heute in der App oder ausdrücklich als „gibt es nicht" markiert.
Die Seite Leistungsanalyse. Jede Zahl darauf stammt aus deinen eigenen Einheiten — nicht aus einer Tabelle nach Leistungsstufe.
Deine Daten gehören dir
tri-train verkauft dich nicht weiter und misst dich nicht heimlich.
Die App läuft auf eigener Infrastruktur, nicht bei einem Anbieter, der die Daten mitliest. Im Code steckt kein einziger Tracker: kein Google Analytics, kein Tag Manager, kein Posthog, kein Mixpanel, kein Hotjar. Es gibt auch keine Bezahlschranke — kein Stripe, kein Paddle, keine Funktion, die hinter einem Abo wartet. Es gibt schlicht nichts, was sich mit deinen Daten verdienen liesse.
Konto löschen nimmt wirklich alles mit. Unter Einstellungen → Allgemein steht ganz unten die rote Karte Konto löschen. Du tippst LÖSCHEN ein, und danach sind Aktivitäten, Workouts, Rennen, Journale, Metriken, Integrationen und hochgeladene Dateien weg — inklusive der gespeicherten Garmin- und Strava-Verbindung. Kein Papierkorb, keine Wartefrist, keine E-Mail an den Support.
Rausholen kannst du zwei Dinge:
| Weg | Was du bekommst |
|---|---|
| Journal → Knopf Download ZIP | Alle deine Journaleinträge als Markdown-Dateien in einem ZIP |
| KI-Export (in der Seitenleiste) | Ausgewählte Aktivitäten mit Rundendaten — Tempo, GAP, Puls, Trittfrequenz, Watt, Höhenmeter — als Markdown zum Kopieren oder als .md |
Einen vollständigen Kontoexport gibt es nicht
Es gibt keinen Knopf „alle meine Daten als Datei". Die beiden Wege oben decken Journal und Aktivitätsdetails ab, nicht Einstellungen, Pläne oder Gesundheitswerte. Wer seine rohen Aktivitäten braucht, holt sie bei Strava — dort liegen sie ohnehin im Original.
Eine Ausnahme, damit sie nicht unter den Tisch fällt
Die eingebauten KI-Auswertungen fragen zuerst ein Sprachmodell auf derselben Infrastruktur. Ist das nicht erreichbar, geht die Anfrage an einen Cloud-Anbieter. In diesem Fall verlässt der Text der Anfrage den eigenen Server.
Die KI arbeitet mit deinen echten Daten
Der Unterschied zwischen einem Chatfenster im Produkt und einem Assistenten, der deine Datenbank lesen und schreiben darf.
Ein Chatbot in einer Trainingsplattform kennt meist nur das, was du hineintippst. tri-train geht den anderen Weg: du verbindest Claude einmal mit deinem Konto, und danach stehen Claude 17 Werkzeuge offen. Es liest Einheiten, Runden, Wochenstatistik, Schlaf und HRV direkt aus deinem Konto — und es kann zurückschreiben.
| Lesen | Schreiben |
|---|---|
| Aktivitäten, Runden, Streams, Wochenumfänge, Leistungsprofil, Gesundheitswerte, Notizen, geplante Einheiten | Einheiten planen, ändern und absagen, Aktivitäten korrigieren, Notizen schreiben, Workouts an die Garmin-Uhr senden |
Konkret heisst das: „Plan mir für nächste Woche drei Läufe und zwei Schwimmeinheiten" oder „Schwimmen am Freitag: 2 x (4 x 50 Drill mit Paddles + 100 locker), dazwischen 20 s Pause" — und die Einheit steht im Kalender und geht von dort auf die Uhr. Kein Abtippen, keine Screenshots, keine veralteten Exportdateien.
Zwei Dinge machen das benutzbar statt beängstigend:
- Es gibt ein Rücknahmejournal. Jeder Schreibvorgang wird mitgeschrieben. „Nimm das wieder zurück" reicht. Und die Rücknahme setzt ein Feld nur zurück, wenn dort noch genau das steht, was der Aufruf geschrieben hat — sie löscht nie fremde Änderungen mit.
- Die Trennung passiert im Server, nicht im Gespräch. Jede Abfrage wird auf dein Konto gefiltert, bevor überhaupt Daten entstehen. Fremde Aktivitäten sind für Claude nicht unsichtbar gemacht — es gibt sie in der Antwort schlicht nicht.
Was du selbst mitbringen musst: ein Claude-Konto. Das ist nicht Teil von tri-train.
Wie das im Alltag aussieht, steht auf Claude im Alltag.
Garmin-Tiefe statt Strava-Zusammenfassung
Strava ist die beste Quelle für Aktivitäten und die schlechteste für alles andere.
Strava kennt Dauer, Distanz, Runden, Puls und Watt. Was deine Uhr sonst noch misst, kommt dort nicht an. tri-train holt es direkt bei Garmin:
| Kommt nur über Garmin | Was Strava daraus macht |
|---|---|
| Schlafdauer, Schlafphasen, Schlafscore | nichts |
| HRV der Nacht mit deinem Normalband | nichts |
| Ruhepuls, Stress-Mittel, Body Battery | nichts |
| Training Readiness samt der fünf Faktoren dahinter | nichts |
| Schwimmen: Zeit, Tempo je 100 m, Züge, SWOLF, Schwimmart und Puls je einzelner Bahn | eine Gesamtdistanz und eine Durchschnittspace |
Beim Schwimmen ist der Unterschied am grössten. Strava liefert weder Schwimmart noch SWOLF noch Beckenlänge, je nach Uhr nicht einmal die Zugzahl. tri-train holt die Einzelbahnen und trennt dabei die Pausen sauber ab — rechnet man sie mit, wird das Schwimmtempo rund 40 % zu langsam, ohne dass irgendetwas nach einem Fehler aussieht.
Die Bahndaten kannst du noch nicht anschauen
Sie liegen in tri-train, aber es gibt bisher keine Ansicht dafür. Die Runden-Tabelle auf der Aktivitätsseite (Alle Runden anzeigen) kommt aus Strava, nicht aus Garmin. Ausserdem: Bahndaten gibt es nur beim Beckenschwimmen, nur für die letzten 30 Tage und nur für Einheiten, die die Uhr wirklich aufgezeichnet hat.
Der umgekehrte Weg gehört dazu: geplante Einheiten gehen mit Intervallen, Zielbereichen, Schwimmart und Material auf die Uhr. Details auf Einheiten auf die Uhr.
Gemessen statt geraten
Schwellenwerte kommen aus deinen eigenen Einheiten. Wo eine Methode nachweislich nicht funktioniert, wird sie nicht eingebaut, sondern benannt.
Unter Einstellungen → Leistung stehen FTP-Quelle und Schwellentempo-Quelle auf Automatisch. Dann nimmt tri-train die aus deinen Rad- und Laufeinheiten geschätzte Dauerleistung beziehungsweise das geschätzte Schwellentempo. Du musst keinen FTP-Test fahren und keinen Schwellenlauf absolvieren, damit die Zonen stimmen. Die Werte pflegen sich mit dem Training selbst.
Genauso wichtig ist, was nicht gebaut wurde:
- Es gibt keine berechnete Schwimmschwelle. Der Versuch ist gemacht und verworfen worden: Flossen-, Paddles- und Technikserien sind in den Daten nicht gekennzeichnet, und eine Bestzeit-Statistik greift sich genau die heraus. Die CSS trägst du deshalb selbst ein — oder lässt sie im Kasten Aus Testzeiten berechnen aus einem 400er und einem 200er rechnen.
- Laufbandeinheiten zählen standardmässig nicht mit. Auf dem Band ist die Distanz geschätzt und bei kurzen schnellen Intervallen oft deutlich zu gross — in echten Daten standen dadurch Kilometer mit 2:28. Da je Distanz die schnellste Zeit gewinnt, zieht ein solcher Wert die ganze Schätzung mit. Wer ein kalibriertes Band hat, schaltet den Schalter ein.
- Fehlt ein Messwert, bleibt eine Lücke. tri-train weicht nie auf eine ähnliche Grösse aus: kein Wochen-HRV statt Nacht-HRV, kein Tagesminimum statt Ruhepuls. Eine Lücke ist ehrlicher als eine eingemischte Fremdgrösse.
Am deutlichsten steht das in der Karte Was die Engine gelernt hat unter Leistungsanalyse. Sie vergleicht ein aus deinem Verlauf geschätztes Modell gegen die Standardwerte — und wenn die Standardwerte gewinnen, schreibt sie genau das hin:
Dein Verlauf lässt sich mit den Standardwerten genauso gut beschreiben — es gilt der Preset.
Das ist ein Ergebnis, keine Fehlermeldung.
Jede Automatik hat einen Schalter
Automatisch heisst nicht undurchschaubar.
Jeder geschätzte Wert lässt sich einzeln auf Manuell stellen, ohne dass du die übrige Automatik verlierst:
| Schalter | Wo |
|---|---|
| FTP-Quelle, Schwellentempo-Quelle | Einstellungen → Leistung, Abschnitt Leistungswerte |
| Laufbandeinheiten mitrechnen | Einstellungen → Leistung, Abschnitt Datenquellen der Schaetzung |
| Fünf Planwerte: Abstand harter Einheiten, Taperlaenge, CTL-Wochengewicht, Aufbaugrenze je Woche, Entlastungsrhythmus | Einstellungen → Leistung, Abschnitt Gelernte Engine-Werte |
Und der Standard ist so gebaut, dass er auch dann trägt, wenn du nichts anfasst. Die App sagt es selbst:
Standard ist automatisch. Gefaehrlich ist das nicht: gewinnt der gefittete Wert den Vergleich auf ungesehenen Wochen nicht, gilt ohnehin der Standard — ohne dass du etwas umstellen musst.
Dasselbe Prinzip gilt bei Korrekturen: sagst du Claude, eine Einheit sei in Wahrheit 2000 m statt 1200 m gewesen, wird dieses Feld gegen den nächsten Strava-Abgleich gesperrt. Deine Korrektur überlebt jeden künftigen Import — und lässt sich mit einer Rücknahme wieder lösen.
Was das kostet
Der ehrliche Teil. tri-train hat Nachteile, und sie sind keine Kleinigkeiten.
Eine Person entwickelt und betreibt das. Es gibt kein Team, keine Rufbereitschaft, keinen Support rund um die Uhr. Wenn nachts etwas ausfällt, fällt es aus, bis jemand aufwacht. Es gibt keine zugesicherte Verfügbarkeit und kein Versprechen, wie schnell ein Fehler behoben wird.
Die Garmin-Anbindung steht auf wackligem Grund. Garmin bietet fremden Apps keinen offiziellen Zugang zu deinen Gesundheitsdaten an. tri-train nutzt denselben Weg, den auch die Garmin-Webseite benutzt. Das funktioniert heute — und kann morgen ohne Vorwarnung brechen, ohne dass jemand etwas falsch gemacht hätte. Dass du dafür E-Mail und Passwort eingeben musst und kein „Mit Garmin anmelden" existiert, hat dieselbe Ursache. Was mit deinem Passwort passiert, steht auf Garmin verbinden.
Vieles ist unfertig. Die Schwimm-Bahndaten haben noch keine Ansicht. Ein vollständiger Datenexport fehlt. Ein Gewicht lässt sich ohne angebundene Waage gar nicht mehr eintragen. Solche Lücken stehen in dieser Doku, statt beschönigt zu werden — aber sie sind da.
Nach dem Verbinden dauert es. Nichts läuft sofort. Die automatischen Schwellenwerte, der Leistungsverlauf und die Garmin-Tageswerte entstehen in nächtlichen Läufen. Bei einer grossen Strava-Historie dauert es mehrere Tage, bis alle Karten gefüllt sind. Wer nach einer Stunde ein vollständiges Dashboard erwartet, wird enttäuscht.
Wann ein grosser Anbieter die bessere Wahl ist
Wenn du Support brauchst, dem du eine Frist setzen kannst; wenn du eine Garantie willst, dass die Plattform in fünf Jahren noch läuft; oder wenn du schlicht keine Lust hast, dich mit Einschränkungen zu beschäftigen — dann bist du bei TrainingPeaks oder Garmin Connect besser aufgehoben. Das ist keine Koketterie, das ist eine ehrliche Empfehlung.
Wo du anfängst
| Schritt | Seite |
|---|---|
| Konto anlegen | Konto anlegen |
| Aktivitäten hereinholen | Strava verbinden |
| Schlaf, HRV und Stress dazu | Garmin verbinden |
| Mit Claude über dein Training reden | Claude verbinden |
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