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Gelernte Engine-Werte

Ganz unten unter Einstellungen → Leistung steht der Abschnitt Gelernte Engine-Werte mit fünf Auswahlfeldern. Das sind keine Schwellenwerte und keine Messwerte: es sind fünf Konstanten, mit denen der Trainingsplan-Generator rechnet. Du entscheidest hier nur eins — ob tri-train sie aus deinem eigenen Verlauf schätzen darf oder ob der Standardwert gilt.

Die kurze Antwort

Lass alle fünf auf Automatisch. Erweist sich eine Schätzung nicht als besser, greift der Standard von selbst — beschrieben unter Warum eine Schätzung meistens gar nicht greift.

Es gibt hier nichts einzutragen

Direkt darüber, bei Rad-FTP und Lauf-Schwellentempo, bedeutet Manuell: „ich trage die Zahl selbst ein". Bei diesen fünf ist das nicht so, und deshalb heisst die zweite Option hier Standard und nicht „Manuell".

Der Grund ist inhaltlich. Ein FTP ist eine Eigenschaft von dir — man kann ihn messen, und wenn du deinen kennst, ist deine Zahl besser als jede Schätzung. Die fünf Werte hier sind dagegen Konstanten des Plans: sie stammen aus der Trainingslehre und gelten erst einmal für alle. Ein eigenes Zahlenfeld dafür gäbe es nur, damit man daran dreht — und ein von Hand gesetzter Entlastungsrhythmus wäre keine Messung, sondern eine Vermutung.

Die Wahl lautet also:

EinstellungWas passiert
Automatischtri-train darf den Wert aus deinem Trainingsverlauf schätzen — wenn die Schätzung sich als besser erweist. Sonst gilt der Standard.
StandardDer Standardwert gilt, auch wenn eine Schätzung vorliegt und gewonnen hätte.

In Analytics heisst derselbe Zustand anders

Die Karte Was die Engine gelernt hat unter Analytics nennt einen auf Standard gestellten Wert abgeschaltet. Gemeint ist dasselbe: die Schätzung ist für diesen Wert abgeschaltet. Die Karte zeigt dir dort trotzdem, was die Schätzung vorgeschlagen hätte — „Der Fit schlüge vor: …".

Die fünf Werte

WertWas er im Plan steuertStandard
Abstand harter EinheitenWie viele Kalendertage zwischen zwei harten Einheiten liegen müssen2 Tage
TaperlaengeWie viele Tage vor dem Wettkampf die Last zurückgeht14 Tage bei einem A-Rennen, 7 bei B, 3 bei C
CTL-WochengewichtWie stark eine einzelne Woche auf dein Fitnessniveau durchschlägtAus der 42-Tage-Konstante gerechnet, rund 0,15
Aufbaugrenze je WocheWie viele CTL-Punkte deine Wochenlast höchstens zulegen darf3 für Einsteiger, 5 mittel, 7 fortgeschritten, 8 Elite
EntlastungsrhythmusNach wie vielen Wochen eine Entlastungswoche kommtJede 4. Woche, für Einsteiger jede 3.
Woraus die Schätzung jeden einzelnen Wert ableitet

tri-train passt aus deinem Verlauf ein Modell an, das zwei Dinge beschreibt: wie lange Fitness bei dir vorhält und wie lange Ermüdung nachhängt. Aus einem solchen Modell folgen alle fünf Werte — es sind ausdrücklich nicht fünf getrennte Schätzungen, weil fünf Anpassungen auf denselben Daten fünf Gelegenheiten wären, Zufall für Erkenntnis zu halten.

WertDie Grösse dahinter
Abstand harter EinheitenWann ein Trainingsreiz bei dir netto positiv wird. Klingt deine Ermüdung schneller ab als im Standard, darf der Abstand kürzer werden.
TaperlaengeWann nach einem Einzelreiz die Form ihr Maximum erreicht — also wie früh der Taper anfangen muss.
CTL-WochengewichtWie lange deine Fitness vorhält. Hält sie länger vor, zählt eine einzelne Woche weniger zum Gesamtniveau.
Aufbaugrenze je WocheWie viel Ermüdung dich eine Einheit je gewonnener Fitness kostet. Kostet sie mehr, verträgst du weniger schnellen Aufbau.
EntlastungsrhythmusWie lange die Ermüdung einer Einheit nachhängt. Träger heisst: früher entlasten, also weniger Wochen dazwischen.

Jeder geschätzte Wert darf höchstens 40 % vom Standard abweichen. Das ist keine Feinjustierung, sondern die Zusage, dass eine schlecht bestimmte Schätzung deinen Plan höchstens verschiebt statt ihn zu zerlegen.

Warum eine Schätzung meistens gar nicht greift

Damit überhaupt geschätzt wird, braucht deine Wochenreihe mindestens zwölf belegte Wochen. Vorher steht in Analytics „Noch kein Modellfit vorhanden."

Und selbst dann greift sie nur, wenn sie sich beweist. tri-train teilt deine Wochen der Reihe nach in zwei Teile, passt das persönliche Modell nur auf dem ersten Teil an und prüft dann beide — dein Modell und den Standard — auf den Wochen, die es nie gesehen hat. Nur wenn dein Modell dort besser vorhersagt, wird es benutzt. Bei Gleichstand gewinnt der Standard.

„Es gilt der Preset" ist ein Ergebnis, keine Fehlermeldung

Ein Modell mit zusätzlichen freien Parametern findet im Anpassungsfenster immer eine Verbesserung. Es zählt nur, was davon auf ungesehenen Wochen übrig bleibt — und oft bleibt nichts übrig. Dass die Standardwerte gelten, heisst nicht, dass zu wenig Daten da sind oder etwas kaputt ist. Es heisst, dass die Trainingslehre deinen Verlauf genauso gut beschreibt.

Neu gerechnet wird das einmal pro Woche im Hintergrund. Du musst nichts anstossen.

Wo die Werte wirken — und wo nicht

Sie wirken nur bei der Erzeugung eines Trainingsplans unter Trainingsplaner. Sie ändern nichts an bereits geplanten Einheiten, nichts an deinen Zonen und nichts an der Trainingslast gelaufener Einheiten.

Im Modus Classic greifen sie gar nicht

Im Trainingsplaner steht das Auswahlfeld Konstanten mit Personalisiert und Classic. Auf Classic rechnet der Generator ausschliesslich mit den Standardkonstanten — unabhängig davon, was hier in den Einstellungen steht und ob eine Schätzung gewonnen hat.

Was du dir ansehen kannst

Unter Leistungsanalyse zeigt die Karte Was die Engine gelernt hat:

  • ob dein Verlauf sich besser beschreiben lässt als mit den Standardwerten,
  • wie gut beide auf ungesehenen Wochen vorhersagen,
  • aus wie vielen Wochen und welchem Zeitraum die Schätzung stammt,
  • und was sich dadurch konkret im Plan ändert — je Wert, mit dem Standard daneben.

Steht dort „Nichts — alle Werte stehen auf dem Standard.", dann ändern diese fünf Felder derzeit nichts an deinen Plänen.

Verwandt

  • Konto anlegen — die übrigen Felder unter Einstellungen → Leistung
  • Trainingsplan — der Reiter, in dem die fünf Werte wirken
  • Leistungsanalyse — die Karte Was die Engine gelernt hat
  • Warum tri-train — was die App aus deinen Daten sonst noch lernt

tri-train — Trainingssteuerung für Triathletinnen und Triathleten